SDG17 – Tag der Sonne in Lieboch

Am Tag der Sonne schließt sich der Kreis

Vorbereitung für den Tag der Sonne - ToDo_Liste
ToDo_Liste für die Arbeit mit den SDG

Vom Tag der Sonne zum Tag der Sonne, so haben wir unser Projekt „SDG17 in Lieboch – mach mit, Schau das geht“  geplant.  Nun blicken wir auf ein arbeits- und lehrreiches Projektjahr zurück. Wir sammeln die vielen wertvollen Begegnungen, Informationen und Erlebnisse und freuen uns darauf diese am 6. Mai allen interessierten Menschen präsentieren zu dürfen.

Gerne können Sie sich aber bereits jetzt auf unserer Webseite und auf unserer Projekt Facebookseite über den Stand der Aufzeichnungen informieren.

Gleichheit für alle Menschen von Johanna Tappler

Johanna Tappler hat für den Tag der Sonne ein wunderbares Gedicht über die Gleichheit für alle Menschen geschrieben.  „Danke“ Johanna, deinen Worten haben wir nichts mehr hinzuzufügen :-)).

Gleichheit für alle Menschen
von Johanna Tappler

Wir Menschen sind gleich.
Egal ob Indianer oder Inder.
Ob Japaner oder Chinesen.
Egal ob weiß, schwarz oder rot.
Egal ob gut oder böse.
Egal ob wir die Wahrheit sagen oder ob wir Reue zeigen.
Ich möchte auch Gleichheit und Gerechtigkeit im Leben
von Frauen in Indien und anderen Ländern der Dritten Welt.
Wir sind alle gleich und gerecht von Herzen.

Tag der Sonne – das Programm

Mit bewährten und neuen Partnern für ein nachhaltiges und gutes  Leben für alle erwarten wir Sie und haben auch kleine Überraschungen für Sie bereit. Um für Ihre Stärkung zu sorgen haben die Feuerwehrkameraden und Ihre HelferInnen gut aufgekocht. Bei den Rot-Kreuz HelferInnen und dem Blutspendeteam können Sie einen Beitrag zur Lebensrettung vieler Menschen leisten.

Unser Programm am Tag der Sonne
tag_der_sonne18_das Programm

Es ist Zeit!

Es ist Zeit, sich der Gleichberechtigung aufrichtig zu widmen…

…und Österreich zukunftsfähig zu machen.

So beginnt die Präambel des Frauenvolksbegehren 2.0, welches der Verein zur Neuauflage eines Frauenvolksbegehrens in Österreich, ins Leben gerufen hat.

Zukunftsfähig durch das Erschaffen von Möglichkeiten, um alle Ressourcen im Land zu nutzen. Zu den Ressourcen zählen unter anderem auch Arbeitskräfte. Der deutsche Entwicklungsminister Gerd Müller wird in einem Bericht von UN Women und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wie folgt zitiert: „Starke Gesellschaften brauchen starke Frauen. Kein Land der Welt kann es sich leisten, das Potential der Hälfte seiner Bevölkerung nicht zu nutzen.“ Doch wie steht es um die Ressource Frau am Arbeitsplatz, Frau in der Gesellschaft?

Es ist Zeit hinzuschauen, wo Frauen im Jahr 2018 im öffentlichen und im privaten Bereich stehen und welche Rechte die Gleichstellung von Männern und Frauen in Österreich sicherstellen.

„Gleichstellung in Zahlen, Gender Index 2017“, können Sie hier als PDF herunterladen: gender_index_2017,_gleichstellung_in_zahlen

Frauenvolksbegehren 2.0

Plakat vom Frauentag am 8. März 1914
Plakat vom Frauentag am 8. März 1914

Vor über 20 Jahren unterschrieben 650 000 Frauen und Männer für die Gleichstellung von Frauen. Doch bis heute ist dies leider noch nicht Realität. So liegt beispielsweise der Einkommensunterschied im Jahr 2016, berechnet aus den Lohnsteuerdaten, bei unselbstständig beschäftigten Frauen bei 37,9%.

Das Frauenvolksbegehren gliedert seine Forderungen in drei Teilbereiche:

  • eine gerechte Arbeitswelt,
  • Teilhabe, Respekt und Wertschätzung,
  • sowie Familie, Gesundheit und mehr Sicherheit.

Neben den immer noch vorhandenen Unterschieden im Einkommen, ist es Frauen, vor allem mit Kindern oder zu pflegenden Angehörigen, oft nicht möglich eine Vollzeitarbeitsstelle anzunehmen, da keine ausreichenden Betreuungsmöglichkeiten gegeben sind. Tatsachen wie diese, schränken Frauen häufig in ihrer Entscheidungsfreiheit ein. Wenn das Geld für eine externe Betreuung oder Pflege nicht reicht, liegt es meist bei den Frauen, die in vielen Fällen ein geringeres Einkommen haben als ihre Männer, sich um die Familienangehörigen zu kümmern.

Um eine echte Gleichberechtigung in der Arbeitswelt zu schaffen, fordert das Frauenvolksbegehren, dass die Macht in allen politischen Entscheidungsebenen zwischen Männern und Frauen geteilt wird, Lohntransparenz und Maßnahmenpläne, die die Einkommensunterschiede zwischen Männern und Frauen abbauen, dass Arbeit gerecht verteilt wird, Arbeitszeiten verkürzt werden und unbezahlte Pflege- und Betreuungsarbeit auch öffentlich an Wert gewinnt und honoriert wird.

Die Forderungen und Ziele des Frauenvolksbegeheren zusammengefasst in einem PDF können Sie hier herunterladen: frauenvolksbegehren2018-ziele

Im Grunde ist das zuvor gemalte Bild, von Frauen, die auf Grund von Betreuungs- und Pflegeverpflichtungen nur Teilzeitarbeiten annehmen können und nahe der Armutsgrenze leben oder vom Einkommen ihres Mannes abhängig sind  ein altbekanntes Weltbild. Doch ist dieses heute noch zeitgemäß? Wie würde sich die Situation ändern, wenn

  • die Grundarbeitszeit pro Woche auf 30 Stunden reduziert würde,
  • Arbeitszeiten flexibler einzuteilen wären,
  • der Lohn für dieselbe Arbeit gleich wäre oder,
  • wenn auch Pflege- und Kinderbetreuungszeiten den Pensionszeiten angerechnet würden?

Ich stelle mir vor, dass sich unsere Gesellschaft mit diesen neuen Möglichkeiten verändern würde, mehr zu einer Gemeinschaft, in der keiner mehr an Stereotypen gebunden ist, sondern alle die gleiche Chance haben den Alltag so zu gestalten, dass Arbeit und Familie, Freizeit und Unterstützung in der Nachbarschaft ausgeglichen Platz finden.

Dass Gleichstellung nicht nur Frauen etwas angeht, erzählt Christian Berger, der Sprecher der Initiative Frauenvolksbegehren  2.0 im Artikel: Warum dieser Mann fürs Frauenvolksbegehren spricht

Neben der Forderung nach einer gerechten Arbeitswelt, sind die weiteren, ebenso wichtigen Themen des Frauenvolksbegehrens, die eine echte Chancengleichheit und echte Gleichstellung von Mädchen, Frauen und Männern fordern,  folgende:

  • Armut bekämpfen, durch geregelte Unterstützungen von AlleinerzieherInnen und finanzierte Beratungsstellen für Frauen und Mädchen.
  • Wahlfreiheit ermöglichen, durch beispielsweise kostenfreie, qualitativ hochwertige Kinderbetreuung für jedes Kind.
  • Vielfalt leben, durch Medien und Schulbücher ohne Stereotype Rollenbilder.
  • Selbst bestimmen, durch Aufklärung in den Bereichen Sexualität, Verhütung, Schwangerschaft, Umgang mit ungewollter Schwangerschaft und wo man Unterstützung findet.
  • Gewalt verhindern, durch Sensibilisierungsprogramme in Schulen, der Justiz, der Polizei.
  • Schutz gewähren, in unsicheren Situationen wie beispielsweise auf der Flucht.

Die angeführten Punkte sollen Ihnen einen Überblick über die Vielfältigkeit der Forderungen geben, die in Summe zu einer tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Mädchen führen. Alle Forderungen sind mit der Seite des Frauenvolksbegehren 2.0 verlinkt, dort finden Sie mehr Informationen, sowie Hintergründe zu den einzelnen Punkten.

Frauenvolksbegehren und die SDG 17

5. Ziel: Geschlechtergerechtigkeit
5. Ziel: Geschlechtergerechtigkeit

Das Ziel 5, der 17 Nachhaltigkeitsziele befasst sich mit dem Thema Gleichberechtigung. Genauer ist der Wortlaut der das Ziel 5 beschreibt: „Die Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen“.

Die Organisation UN Women befasst sich im Speziellen damit, wie wichtig die Gleichstellung der Frau für die Erreichung der Nachhaltigkeitsziele und eine nachhaltige Entwicklung ist. In vielen Projekten wird an der Stärkung von Frauen und Mädchen und an einer stärkeren Beteiligung von Frauen in der Politik gearbeitet.

Einen Überblick über den Tätigkeitsbereich von UN WOmen finden Sie in diesem PDF: UNW_Brief_SDGs_A4_web

„Die Gleichstellung der Geschlechter ist der Schlüssel zum Erreichen aller nachhaltigen Entwicklungsziele.“ (von Unbekannt)

UN Women hat Daten, Berichte und Geschichten gesammelt, die die Auswirkungen der SDG 17 auf Frauen und Mädchen darstellen und diesen aussagekräftigen Satz belegen.

Ebenso interessant ist es, sich die Sicht von Frauen anzuhören, welche Rolle die 17 Ziele in ihrem Leben spielen beziehungsweise, wie diese ihr Leben beeinflussen können. Diese können Sie in der Reihe „Aus meiner Sicht“, veröffentlicht von UN Women, durchlesen.

Haben auch Sie eine Geschichte zu erzählen? Wo sind die Schnittpunkte der 17 Nachhaltigkeitsziele in Ihrem Leben und wo würde die Erreichung der Ziele Verbesserungen für Sie bewirken?

Wir freuen uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen und uns sowohl ihre als auch seine Geschichte erzählen.

Es ist Zeit!

Es ist Zeit über Ungleichheiten zu sprechen!
Es ist Zeit sich fürdie Gleichstellung aller Menschen einzusetzen!

Nutzen Sie die Zeit und beteiligen Sie sich am Frauenvolksbegehren 2.0!

Hier können Sie das Frauenvolksbegehren online unterschreiben!

Wir wünschen Ihnen allen einen schönen Weltfrauentag!

div-in-co baut Brücken

Das  Projekt div-in-co

Projekt divinco - logo
Projekt divinco – logo

div-in-co steht für „Diversität, Inklusion und Consulting“ und bietet Beratung und Begleitung für Unternehmen und für Frauen mit Fluchterfahrung – kostenlos und individuell abgestimmt auf die jeweiligen Bedürfnisse.

Unsere Gesellschaft wird vielfältiger, Menschen aus verschiedenen Ländern bringen ihre Berufs- und Lebenserfahrung mit in ihr neue Heimat.

Caritas & Du
Caritas & Du – Logo

Dazu gehört auch die besondere Gruppe der Frauen, die in Österreich Asyl erhielten und für die die Caritas nun mit dem Projekt div-in-co (Diversität, Inklusion, Consulting, www.divinco.at ) einen besonderen Akzent setzt:

In der Steirmark, in Salzburg und in Oberösterreich trägt div-in-co dazu bei, dass heimische Unternehmen und Frauen mit Fluchterfahrung zueinanderfinden. Erfahren Sie mehr über das Projekt div-in-co auf der Projektwebseite: www.divinco.at

div-in-co ist doppelt sinnstiftend

div-in-co bietet kostenlose Beratungsangebote sowohl für Betriebe, als auch für geflüchtete Frauen. So will das Projekt dem Fachkräftemangel auf seiten der Wirtschaft entgegenwirken, die Diversitätsvorhaben von Unternehmen stärken und gleichzeitig die nachhaltige Inklusion von Frauen mit Fluchterfahrung am Arbeitsmarkt fördern, sowie deren gesellschaftliche Teilhabe begünstigen.

Aufruf an Unternehmen: „Erfolgsfaktor Diversität – Vielfalt gewinnt!“

  • Sie sind als Unternehmen vom Fachkräftemangel bedroffen?
  • Sie möchten sich über Potenziale geflüchteter Menschen informieren?
  • Sie möchten kompetent und kostenlos beraten werden?

In der Steiermark sind Menschen aus weit über 160 Nationen zu Hause. Diese kulturelle Vielfalt spiegelt sich auch in den Unternehmen wider. Die Förderung von Vielfalt in Unternehmen erhöht deren Marktchancen und macht Innovationspotentiale nutzbar. Eine solche Unternehmenskultur fördert nicht nur das Klima der Akzeptanz und des gegenseitigen Vertrauens, sie bietet auch handfeste ökonomische Vorteile, die das div-in-co Team für Sie sichtbar macht.

Kostenlose Beratung im Wert von bis zu 12.000 Euro

Das div-in-co Team kann pro Bundesland 30 Unternehmen auf ihrem Weg zu einer inklusiven Unternehmenskultur durch maßgeschneiderte Dienstleistungen und Beratungen in Höhe von bis zu 12.000 Euro begleiten.

Steirische Unternehmen – aller Sparten und Größenordnungen – können sich ab sofort bewerben.

20180222-div-in-co-team-c-paul-lauer-1
Foto (honorarfrei, © Paul Lauer): Das div-in-co Team der Caritas Steiermark: Bettina Muri, Monika Hirschmugl-Fuchs, Martina Linzer, Paul Lauer, Eleonora Wenzel und Edith Zitz (von links)

Interessierten UnternehmerInnen bietet das div-in-co Team ein exclusives und individuelles Beratungsgespräch vor Ort in Ihrem Betrieb an, um Ihnen bei etwaigen Fragen zur Bewerbung zur Seite zu stehen.

Es können maximal 30 Plätze vergeben werden. Bewerbungen können Sie entweder

Die Ausschreibung_div-in-co Beratung können Sie auch hier als PDF herunterladen.

Hier können Sie den Bewerbungsbogen div-in-co Beratung direkt als PDF herunterladen.

Weitere Informationen und den Bewerbungsbogen für die Steiermark finden Sie unter www.divinco.at/aktuelles

Das div-in-co Team freut sich auf Ihre Teilnahme.

Kontakt und Rückfragehinweis:

Email: divinco@caritas-steiermark.at| Web: www.divinco.at, Frau Mag.a Martina Linzer (Projektkoordinatorin Steiermark), Mobil: +43 676 88015 8569 

SAVE THE DATE!

Erfolgsfaktor Diversität – Vielfalt gewinnt!

Unter diesem Motto findet am 20. JUNI 2018 von 10h-13h ein Netzwerktreffen & Impuls Business Brunch für Unternehmen im Rahmen des ESF- geförderten Projektes div-in-co im Coworkingspace Lendloft, Lendplatz 40 in 8020 Graz, statt. Die Caritas der Diözese Graz-Seckau freut sich auf einen regen Austausch von Good Practise Beispielen zum Thema Gleichstellung und Diversität mit Fokus auf nachhaltige Inklusion von Frauen mit Fluchterfahrung auf dem Arbeitsmarkt. Begrenzte TeilnehmerInnenzahl, Anmeldungen bis 13. Juni 2018 unter divinco@caritas-steiermark.at erbeten!

 

 LOGOS von den Foerdergebern, EU Sozialfonds, Sozialministerium und dem Projekttraeger Caritas
LOGOS von den Foerdergebern, EU Sozialfonds, Sozialministerium und dem Projekttraeger Caritas

Dieses Projekt wird aus Mitteln des  Europäischen Sozialfonds im Rahmen der Investitionspriorität „Gleichstellung von Frauen und Männern“ und des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz finanziert und wird durch die Trägerorganisation Caritas (Salzburg, Oberösterreich und Steiermark) umgesetzt.

div-in-co und die nachhaltigen Entwicklungsziele

Ich freue mich sehr zu diesem Projekt beitragen zu dürfen, denn die Zielsetzung von div-in-co trägt sehr stark zur Erreichung der nachhaltigen Entwicklungsziele SDG5 und SDG8 bei.

5. Ziel: Geschlechtergerechtigkeit
5. Ziel: Geschlechtergerechtigkeit
8. Ziel: gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum
8. Ziel: gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum

Jugend und Gesundheitskompetenz

Neues Jahr, mehr Gesundheit

Das Jahr 2018 fängt gut an! Mit der Kick Off -Veranstaltung zum Projekt „Xund und Du“, am 02.02.2018, in den Räumlichkeiten der Landesbuchhaltung, startet das bereits 2015/2016 durchgeführte Projekt zur Steigerung der Gesundheitskompetenz der steirischen Jugend, in die zweite Runde. Wir waren dabei und wollten sehen, wie dieses steiermarkweite Projekt zur Erreichung der SDG17 beiträgt.

Ziel des Projektes „Xund und du“

Xund-und-du-logo
Xund-und-du-logo

Ziel des Projektes ist es die Gesundheitskompetenz Jugendlicher in der gesamten Steiermark zu fördern. Ausgangspunkt für das Projekt sind Studien aus dem Jahr 2012, die eine unterdurchschnittliche Gesundheitskompetenz der Österreicher im Vergleich zu weiteren europäischen Ländern aufzeigen.

„Gesundheit wird von Menschen in ihrer alltäglichen Umwelt geschaffen und gelebt: dort wo sie spielen, lernen, arbeiten und lieben.“  Otawa-Charta zur Gesundheitsförderung, 1986

Frau Landesrätin Mag.a Ursula Lackner spricht in ihrer Eröffnungsrede zur Kickoff Veranstaltung davon, dass Gesundheit als Wert vermittelt werden muss und dass gesundheitförderliches Verhalten auch gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen braucht. Diese Rahmenbedingungen beziehen sich auf die alltägliche Umwelt der Menschen, die auch von einer gesundheitsfördenden Politik mitgestaltet werden kann, wie beispielsweise das Angebot gesunder Nahrungsmittel bei Buffets, Sportvereinen oder in Kantinen.

Mehr über das Projekt erfahren Sie aus den Presseinformationen und  der zur Verfügung gestellten bunten Xund und du-Zahlensammlung.

Gesundheitsförderung und die SDG 17

Wo befindet sich nun die Schnittstelle zwischen den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung und der Gesundheitsförderung?

Ziel 3:

3. Ziel: gute Gesundheitsversorgung für alle
3. Ziel: gute Gesundheitsversorgung für alle

Nicht zu übersehen handelt es sich hier um die Erreichung des SDG 3, der guten Gesundheitsversorgung. Ein gesundes Leben soll für alle Menschen jeden Alters gewährleistet  und ihr Wohlergehen gefördert werden. Diese „Gesundheit für alle“ wurde schon 1986 bei der ersten internationalen Konferenz zur Gesundheitsförderung der WHO (Weltgesundheitsorganisation)als Ziel bis 2000 und darüber hinaus deklariert.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht folgende Aspekte als grundlegende Voraussetzungen für das Erlangen von Gesundheit und Wohlergehen: Frieden, Bildung, Ernährung, angemessene Wohnbedingungen, angemessenes Einkommen, stabile Öko-Systeme, sorgfältiger Umgang mit Naturressourcen, soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit für alle.

Über 30 Jahre später sind diese Voraussetzungen immer noch aktuell, weil nicht erfüllt, aber Sie finden sich  in den SDG 17 wieder:

Ziel 16:

Friedliche und inklusive Gesellschaften für eine nachhaltige Entwicklung fördern.

16. Ziel: Frieden und Gerechtigkeit
16. Ziel: Frieden und Gerechtigkeit

Im Unterziel 16.7. wird Folgendes fomuliert: Es soll dafür gesorgt werden, dass die Entscheidungsfindung auf allen Ebenen bedarfsorientiert, inklusiv, partizipatorisch und repräsentativ ist.
Die Entscheidungsfindung auf der niedrigsten Ebene beginnt bei jedem einzelnen von uns. Für eine gute Gesundheitskompetenz ist es notwendig, relevante Informationen zu Verbesserung unserer Gesundheit  finden,  verstehen,  beurteilen  und anwenden zu können.

Bei den ersten Durchgängen des Projektes „Xund und du“, konnten die vier Bereiche Gesundheitsinformationen finden, verstehen, beurteilen und umsetzen, bei den TeilnehmerInnen signifikant verbessert werden!

Ziel 4:

Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern.

 

4. Ziel: Hochwertige Bildung
4. Ziel: Hochwertige Bildung

Unterziel 4.7 soll sicherstellen, dass bis 2030 „alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben, unter anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit, Weltbürgerschaft und die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung“.

Ohne die Kenntnisse Lesen und Schreiben wird das Finden von Informationen um ein Vielfaches schwieriger. Ohne Kenntnisse über eine nachhaltige Lebensweise für mich und meine Umwelt, bleiben die positiven Auswirkungen von Handlungen häufig verborgen und eine Veränderung scheint nicht nötig.

Ziel 2:

Den Hunger beenden, Ernährungssicherheit und eine bessere Ernährung erreichen und eine nachhaltige Landwirtschaft fördern.

2. Ziel: Keine Hungersnot
2. Ziel: Keine Hungersnot

Neben der Sicherstellung das alle Menschen ganzjährig Zugang zu sicheren, nährstoffreichen und ausreichenden Nahrungmitteln haben (2.1), verknüpfen sich die Unterziele 2.3 und 2.4 mit den nachfolgenden Ziele, die zu den Grundvoraussetzung für die Gesundheitsförderung  zählen. Ziel 2.3 zielt darauf ab, landwirtschaftliche Produktivität und die Einkommen von kleinen Nahrungsmittelproduzenten zu steigern, um aussreichend Nahrung, ohne nichtverwertbare Überproduktion, zu erreichen und so menschwürdige Arbeitsbedingungen zu schaffen und Hungersnot zu beenden.

Im Ziel 2.4 wird das Thema Umweltschutz und der Schutz von Landökosystemen aufgegeriffen.  So soll, „bis 2030 die Nachhaltigkeit der Systeme der Nahrungsmittelproduktion sichergestellt und resiliente landwirtschaftliche Methoden angewendet werden, die die Produktivität und den Ertrag steigern, zur Erhaltung der Ökosysteme beitragen, …“ Lesen Sie hier mehr zu Ziel 2

Ziel 8:

Dauerhaftes, breitenwirksames und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern.

8. Ziel: gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum
8. Ziel: gute Arbeitsplätze und wirtschaftliches Wachstum

Im Ziel 8.4 ist festgehalten, dass bis 2030 produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle Frauen und Männer, einschließlich junger Menschen und Menschen mit Behinderungen, sowie gleiches Entgelt für gleichwertige
Arbeit erreicht werden soll. Der Anteil junger Menschen, die ohne Beschäftigung sind und keine Schul- oder Berufsausbildung durchlaufen, soll bis 2020 erheblich verringert werden (Ziel 8.5). Sicherheit und Gesundheitsvorsorge am Arbeitsplatz sind wesentliche Bestandteile eines menschenwürdigen arbeitsplatzes.

Ziele 13- 15:

13. Ziel: Maßnahmen zum Klimaschutz
13. Ziel: Maßnahmen zum Klimaschutz

Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels ergreifen, Ozeane, Meere und Meeresressourcen nachhaltig nutzen und Landökosysteme schützen, wiederherstellen und nachhaltige Anwendung fördern.

14. Ziel: Leben unter dem Wasser
14. Ziel: Leben unter dem Wasser

Informationen über Wege der Sensibilisierung für den Schutz des Klimas und unserer Ökosysteme ist die Basis für gesundes Leben und eine gute Zukunft.

15. Ziel: Leben an Land
15. Ziel: Leben an Land

Ein gesundes Leben braucht auch eine gesunde Umgebung, also Raum für regionale, saisonale Nahrungsmittel und Raum für Bewegung und Entspannung in einer vielfältiger Naturlandschaft.

Ziel 10:

Ungleichheiten in und zwischen Ländern verringern.

10. Ziel: reduzierte Ungleichheiten
10. Ziel: reduzierte Ungleichheiten

Gesundheit für alle ermöglichen durch das Eindämmen von Ungleichheiten. Ziel 10.2 will, „bis 2030 alle Menschen unabhängig von Alter, Geschlecht, Behinderung, Rasse, Ethnizität, Herkunft, Religion oder wirtschaftlichem oder sonstigem Status zu Selbstbestimmung befähigen und ihre soziale, wirtschaftliche und politische Inklusion fördern.

Selbstbestimmtes und gut informiertes Handeln ist ein wesentlicher Anteil der eigenen Gesundheitskompetenz.

Ziel 5:

Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen.

5. Ziel: Geschlechtergerechtigkeit
5. Ziel: Geschlechtergerechtigkeit

In Anlehnung an Ziel 10, alle Menschen zur Selbstbestimmung befähigen, wird im Ziel 5 noch einmal die Chancengleichheit von Frauen und Männern auf ein gesundes Leben hervorgehoben. Das Unterziel 5.2 steht dafür, „alle Gewalt gegen Frauen und Mädchen im öffentlichen und im privaten Bereich einschließlich des Menschenhandels und sexueller und anderer Formen der Ausbeutung beseitigen“.

In der Otawa-Charta steht weiter geschrieben, dass die Verbesserung des Gesundheitszustandes zwangsläufig an positive Veränderungen dieser Grundvoraussetzungen und somit auch der SDG 17,  gebunden ist.

Was bringt den ÖsterreicherInnen eine bessere Gesundheitskompetenz?

Die Lebenserwartung in Österreich im internationalen Vergleich ist schon sehr hoch. Warum sich also Gedanken über die Steigerung der  Gesundheitkompetenz machen?

Die Folgen einer besseren Gesundheitskompetenz erklärt  Dr. Jürgen Soffried, von der IfGP (Institut für Gesundheitsförderung und Prävention GmbH) so:

  • „wir leben nicht länger, nur gesünder. Eine Steigerung der Gesundheitskompetenz hat zur Folge, dass wir mehr Zeit im Leben gesund verbringen.“

Gemeinde Lieboch informiert über Gesundheitsfördernde Maßnahmen im Alltag

Passend zum gesunden Einstieg in das neue Jahr, hat Gemeinderat JürgenHübler einen Vortrag zum Thema „Bewegungsfunktionelles Training für Körper und Geist als Schlüssel zum Erfolg“, am 06.02.2018  in den Räumlichkeiten der Gemeinde Lieboch organisiert.

Viele Interessierte – von Jugendlichen bis zu PensionistInnen folgten der Einladung zu diesem spannenden Vortrag. Neben der Einführung in die theoretischen Aspekte dieses speziellen Trainings und der Verknüpfung von physischen und kognitiven Fähigkeiten wurden an diesem Abend auch einige Übungen in der Gruppe umgesetzt – oder viel eher ausprobiert!

Wir freuen uns über das Engagement der Liebocher Gemeinde zum Thema Gesundheit und Gesunderhaltung im Alltag!

Vielen Dank an die Entwickler des Bewegungsfunktionelles Training s für alle und freuen uns, wenn Joachim Jauk und Thomas Jerey BSc  schon bald für eine oder mehrere Einheiten Bewegungsfunktionelles Training wieder nach Lieboch kommen!

„Gesundheit enststeht dadurch, dass man sich um sich selbst und für andere sorgt, dass man in die Lage versetzt ist, selber Entscheidungen zu fällen und eine Kontrolle über die eigenen Lebensumstände auszuüben sowie dadurch, dass die Gesellschaft, in der man lebt, Bedingungen herstellt, die all ihren Bürgern Gesundheit ermöglichen.“Otawa-Charta zur Gesundheitsförderung, 1986

Dies ist aber nur ein Beispiel von vielen, denn in der Gemeinde arbeiten viele ÄrztInnen & TherapeutInnen, Vereine bieten Veranstaltungen zur Gesundheitsvorsorge und Gesunderhaltung, zur Unterstützung in schwierigen Zeiten, für nachhaltige Initiativen, gemeinsame Aktivitäten und Bildung zur Gesundheitsvorsorge und Gesunderhaltung.

 

 

Partnerschaften um die Ziele zu erreichen

Ziel 17 – Partnerschaften

17. Ziel: Partnerschaften um die Ziele zu erreichen
17. Ziel: Partnerschaften um die Ziele zu erreichen

Zur Erreichung der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung braucht es uns alle. Jeder einzelne kann etwas tun. Gemeinsam können wir noch mehr erreichen.

Mit Partnerschaften die Nachhaltigkeitsziele umsetzen heißt vor allem, Ressourcen und Kompetenzen zu vernetzen und in Anspruch nehmen, was es bereits gibt.

Diesem Gedanken folgend haben wir uns sehr gefreut, beim Praxisseminar „Meine Welt und die 17 Ziele“, welches am 31.01.2018 in der Volksschule Lieboch vom Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark (UBZ) abgehalten wurde, teilnehmen zu können.

Im Rahmen der Schulinitiative „Nachhaltigkeit“ sollen die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung an Schulen und Bildungseinrichtungen im Schuljahr 2017/2018 bekannt gemacht und verbreitet werden. Neben PädagogInnen waren zum Praxisseminar auch interessierte MultiplikatorInnen eingeladen. So trafen wir bei dieser spannenden Veranstaltung, abgehalten von Mag. Nina Köberl, auch eine Vertreterin der Liebocher Politik, Vizebürgermeisterin Eva Maria Theiler. Das Interesse der Liebocher Gemeinderätin setzt unserer Meinung nach ein wichtiges Zeichen, denn auf dem Weg zur Erreichung der Ziele ist die Kooperation von Politik, Gesellschaft und Wirtschaft unverzichtbar.

Frau Mag. Nina Köberl formulierte die Abhängigkeit der drei Ebenen – Ökologie, Ökonomie und Soziales – die Säulen auf denen nachhaltige Entwicklung aufbaut und dass sich die Wirtschaft mitverändern muss, damit die Erreichung der Ziele möglich wird.
Der Ansatzpunkt für die Verbreitung der Nachhaltigkeitsziele findet sich jedoch an einer anderen Stelle, bei den Kindern und Jugendlichen.

SDG 17 in den Schulen

4. Ziel: Hochwertige Bildung
4. Ziel: Hochwertige Bildung

Zum Praxisseminar sind Lehrerinnen aus unterschiedlichen Teilen der Steiermark angereist. Jede der engagierten Damen hat sich bereits Gedanken zu den SDG 17 gemacht. Viele von ihnen stimmten einander zu, dass 17 Ziele und noch dazu so große, äußerst schwer greifbar und erreichbar sind.

Was können wir also tun?

In einem Comic von Margreet de Heer, übersetzt von Sabine Baumer, UBZ Steiermark, wird künstlerisch dargestellt, was jeder von uns tun kann:

  • Wir können und müssen uns Gedanken machen über die SDG.
  • Wir sollen mit anderen über die Nachhaltigkeitsziele reden und unsere Gedanken teilen.
  • Vielleicht träumt der eine oder die andere sogar von den Zielen und wie wir sie erreichen wollen.
  • Auf alle Fälle werden wir darüber Schreiben und motivieren!
  • Motivieren aktiv zu werden!!

Hier können Sie sich das Comic von Margreet de Heer, in Deutsch, aus der Unterrichtsmappe „Die 17 Ziele für eine bessere Welt“ des UBZ Steiermark, herunterladen: Comic_eine_To-Do-Liste_für_den_Planeten

Kompetenzen nutzen und zu Partnerschaften verbinden

Wie soll man etwas weitergeben, wofür selbst (noch) der Glaube fehlt, dass die Umsetzung möglich ist?

Nutzen Sie zum Beispiel das breite Angebot des Umwelt-Bildungs-Zentrum Steiermark. Auf deren Website finden Sie einen Angebotskatalog, der Seminare zu unterschiedlichen und individuell anpassbaren Themen bietet. Neben den Vortragsreihen gibt es auch jede Menge Praxismaterialien, vom Stundenbild bis zum Praxiskoffer, die sich Interessierte beim UBZ ausborgen können. Unsere Umwelt und wie wir sie schützen können, spielerisch greifbar zu machen und bekanntzumachen, ist dem UBZ hervorragend und in einem sehr facettenreichen Angebot gelungen.

Wir möchten Sie einladen, sich auf der Website des UBZ umzuschauen, auch wenn Sie nicht zur Hauptzielgruppe, den SchülerInnen, Studierenden, Pädagoginnen und außerschulischen Organisationen gehören. Auch für Gemeinden, Firmen, Lehrlinge und Vereine werden Bildungsangebote zur Verfügung gestellt.

Beim Schmöckern durch einige Materialien haben wir uns zu einer echten Herausforderung inspirieren lassen. In den Unterrichtsmaterialien zum ökologischen Fußabdruck haben wir beim Themenschwerpunkt Abfallvermeidung die Aufgabe „Plastikflaschen-Fasten“ gefunden. So kurz vor dem Beginn der Fastenzeit ratterten da die Gehirnzellchen im langjährigen Vegitarierinnen Herz. „Plastik-Fasten“, klingt nach einer hervorragenden Alternative zum Fleisch-Fasten… doch mehr dazu gibt es in den nächsten Tagen 🙂

Dieser Link bringt Sie direkt zum Projekt „Meine Welt und die 17 Ziele“ lesen Sie mehr, werden Sie aktiv!

Folgender Link führt Sie zu unserer Projektseite: Mach mit! Schau, Das Geht! 17 Ziele erklärt, gezeigt und umgesetzt in Lieboch, mit groß, klein, alt, jung, einheimisch und hergeflüchtet.

Lesen Sie mehr, werden Sie aktiv! Gerne unterstützen wir Sie dabei Ihre Ideen zu diskutieren und umzusetzen!

Gemeinsam können wir die Welt verändern! 5P: People, Planet, Prosperity, Peace & Partnership. Die Menschen, unser Planet, der Wohlstand, universeller Friede und Partnerschaft, das sind die fünf Kernbotschaften, an denen sich die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung orientieren.
Gemeinsam können wir die Welt verändern – gemeinsam an den 17 SDG arbeiten

nachhaltig satt und zufrieden – so einfach geht´s

Nachhaltig satt und zufrieden – das empfinden wir als großes Stück Lebensqualität und Lebenschance. Was wir damit meinen?

Was verstehen wir unter satt und zufrieden?

Eier von den eigenen freilandhühnern, Mehl aus der Region, sin dnur zwei der Zutaten der schmackhaften Nudeln der Familie Temmel
Einige der Zutaten der schmackhaften Nudeln der Familie Temmel

Ganz einfach , wenn es uns immer wieder gelingt uns unseren Hunger zu stillen und uns an unserem Essen zu freuen.

Uns fällt oft auf, dass eine ganz andere Wertschätzung gegenüber dem Essen entsteht, wenn wir stolz auf die Zutaten sind, weil wir erzählen können,

  • wo, wie und durch wessen Arbeit die Lebensmittel produziert (gesät, gezüchtet, gepflegt, geerntet, verarbeitet) wurden
  • warum die eine oder andere Zutat derzeit durch andere ersetzt wird und warum so manches in diesem Jahr süßer schmeckt als im Vorjahr
  • dass wir unsere persönlichen Anregungen diskutieren können, z.B die Verpackung, mögliche Variationen oder was es auch  in Zukunft (wieder) geben sollte

Wann können wir nachhaltig satt und zufrieden sein ?

Wir denken, dass wir dann am Besten  nachhaltig satt, zufrieden, gesund und glücklich sein können, wenn

  • es Bauern gibt, die Lebensmittel in unserer Umgebung produzieren und auch an uns direkt abgeben und das möglichst immer und immer wieder
  • es Schnittstellen gibt, die für die Verbindung zwischen den lokalen/regionalen  ProduzentInnen und KondumentInnen herstellen.
15. Ziel: Leben an Land
15. Ziel: Leben an Land

Als Beispiel dafür haben wir die die Nudelmanufaktur Temmel und Kerstins Hofladen porträtiert.  

Wir sind der Meinung, dass die Familie Temmel für das SDG15 steht und  wünschen allen Gemeinden solche  Orte und Menschen :-))

Hier geht es noch einmal zu unserem Beitrag über Kerstin und Walter Temmel.

 

Die Liebocher Neujahrsgeiger und das neue Jahr

Die Neujahrsgeiger des Musikvereins Lieboch haben uns  wunderbare, musikalische Wünsche für das Jahr 2018 überbracht. Sie haben uns damit aus unseren Abschluss-, Vorbereitungs- und Aufräumaktivitäten gelockt und ein nachhaltiges Lächeln ins Gesicht gezaubert. Danke dafür :-))

Die Neujahrsgeiger und das gute Beispiel

Die fröhlichen Klänge der Neujahrsgeiger haben uns tatsächlich aufgeweckt und uns ein gutes Beispiel aufgezeigt. Ich sortierte gerade meine lange Liste mit Themen und Links, die ich Ihnen unbedingt zum Jahresabschluss noch mit in das neue Jahr geben wollte. Da waren Tipps zur Konfliktlösung und für eine erfolgreiche  Jahresplanung, Ermahnungen bezüglich des immer noch zu wenig nachhaltigen Verhaltens, verstärkt durch einprägsame Videos, Erklärungen,  Erläuterungen und Informationen zu unserem Projekt „SDG17 in Lieboch – Mach mit! Schau das geht.“  Worüber ich grübelte war, wie ich die Botschaften denn formulieren könnte, damit diese ankommen und wirken, welche motivierenden Beispiele ich aufzählen könnte.

Da stand es vor der Tür – unser gutes Beispiel, die Neujahrsgeiger, mit der besten aller Botschaften:

Egal wie viele Aufgaben immer auf Sie warten, lassen Sie doch im neuen Jahr immer wieder einmal Ihre Computermäuse, Schraubenschlüssel, Kochlöffel, Vortragsunterlagen, Besen, Schaufeln, Telefone, Stethoskope, oder welche Werkzeuge auch immer, einfach liegen und nehmen Sie sich eine Auszeit. Gehen Sie hinaus und zaubern Sie, einem oder vielen, Mitmenschen ein Lächeln ins Gesicht. Denken Sie sich nichts dabei, wenn Sie es sofort zurückbekommen. Das liegt in der Natur der Sache und auch, dass Ihnen danach und in Zukunft alles leichter und einfacher von der Hand geht, ist vorprogrammiert.

Die Neujahrsgeiger der Marktmusikkapelle Lieboch wünschen ALLEN ein gutes Jahr 2018 und fairteilen nun auch die Botschaft der SDG17 - gemeinsam für ein gutes Leben für ALLE
Die Neujahrsgeiger der Marktmusikkapelle Lieboch wünschen ALLEN ein gutes Jahr 2018 und fairteilen nun auch die Botschaft der SDG17 – gemeinsam für ein gutes Leben für ALLE

Die Neujahrsgeiger sind die guten Boten

Die musikalischen Neujahrsgrüße waren noch nicht verstummt, da war es für uns schon klar: Wer mit so schönen Klängen Freude bereitet, ist auch der beste Bote für die Verbreitung der Botschaft der nachhaltigen Entwicklungsziele, „arbeiten wir gemeinsam an einem guten Leben für alle“.

11. Ziel für nachhaltige Entwicklung: Städte und Gemeinden nach nachhaltigen Konzepten, in Anbetracht der regionalen Möglichkeiten, entwicklen.
Ziel 11: nachhaltige Städte und Gemeinden

Wie erwartet waren die MusikerInnen an unserem Projekt sehr interessiert und werden nun, mit der „guten Schokolade“ des Projektes „Plant for the Planet“ Bäume pflanzen, mit dem vom Klimabündnis Österreich zur Verfügung gestellten Booklet „Globale Ziele sand net deppert“ und unserem Flyer, die globalen Entwicklungsziele ein Stück weiter tragen. Danke auch dafür!

16. Ziel: Frieden und Gerechtigkeit
16. Ziel: Frieden und Gerechtigkeit

 

Wir finden das Neujahrsgeigen und überhaupt das gemeinsame Musizieren sind wesentliche Beiträge zu SDG11 (nachhaltige und inklusive Städte und Siedlungen) und SDG16 (Frieden und Gerechtigkeit).

 

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein sehr gutes Jahr 2018
mit vielen positiven Momenten, die Sie ermöglichen und (zurück-)erhalten. Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit und freuen uns auf viele Weitere 2018.

Das Team von miraconsult e.U.

Monika Hirschmugl-Fuchs und Johanna Hirschmugl

PS: Wer die „weltverschönernde“ Wirkung der Liebocher Musiker und MusikerInnen gerne einmal selbst erleben möchten, findet alle  Konzerttermine auf der Webseite des Musikvereines.

 

 

Best of Austria – Bildung für nachhaltige Entwicklung

Best of Austria: SDG17 in Lieboch – mach mit, Schau Das Geht

Urkunde - Bildung fuer nachhaltige Entwicklung - Best of Austria 2017
Urkunde – Bildung fuer nachhaltige Entwicklung – Best of Austria 2017

Nein, wir haben nicht getanzt, gesungen oder gejodelt, sondern wir wurden anders Best of Austria. Gemeinsam mit jeweils 3 Projekten aus 5 Kategorien erhielten wir die Auszeichnung „Bildung für nachhaltige Entwicklung – BEST OF AUSTRIA“ vom Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW) für unser Projekt „SDG17 in Lieboch – mach mit, Schau Das Geht.

Wir freuen uns sehr.

Ausgezeichnet wurden Projekte und Initiativen rund um das Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und die globalen, nachhaltigen Entwicklungsziele (SDG).  Die ausgezeichneten Projekte haben das Ziel einen gesellschaftlichen Wandel hin zu einer lebenswerten Zukunft mit zu gestalten. Im Sinne von „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ sollen die Projekte und Initiativen dabei unterstützen Wissen, Fähigkeiten, Werte und Einstellungen zu vermitteln, die erforderlich sind um zu einer nachhaltigen Entwicklung beizutragen.

Ausgezeichnet „Lernen für die Zukunft

Bildung für nachhaltige Entwicklung - Best of Austria - Logo
Bildung für nachhaltige Entwicklung – Best of Austria – Logo

 

„wir sollen alle selbst der Wandel sein, den wir in der Welt sehen wollen“

Mit diesen Worten von Mahatma Gandhi wurden die BesucherInnen zur Veranstaltung „Lernen für die Zukunft“ willkommen geheißen.

 

BEST OF AUSTRIA © Melanie Salzl_FORUM Umweltbildung (13)_Monika_Hirschmugl-Fuchs
BEST OF AUSTRIA © Melanie Salzl_FORUM Umweltbildung

Die Auszeichnungs-veranstaltung wurde organisiert und moderiert vom Forum Umweltbildung für nachhaltige Entwicklung. Gastgeber waren das BMLFUW und das Land Oberösterreich. Wir bedanken uns sehr herzlich!

Das Team miraconsult prsentiert gemeinsam mit der Gratulantin die Urkunde
BEST OF AUSTRIA © Melanie Salzl_FORUM Umweltbildung (46)_miraconsult_Urkunde

Hier lesen Sie den gesamten Bericht der Auszeichnungs-veranstaltung in Linz.

Wir freuen uns, dass die Information über die Auszeichnungen im „oeko-news“ Newsletter auch medial sichtbar wurde: https://www.oekonews.at/?mdoc_id=1116158

SDG und Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die nachhaltigen Entwicklungsziele sind in aller Munde und das ist gut so. Durch die gemeinsame Arbeit an der Erreichung der 17 vereinbarten Ziele soll in den nächsten 15 Jahren:

  • nachhaltige Steiermark - SDG - Agenda 2030
    nachhaltige Steiermark – SDG – Agenda 2030

    weltweit, extreme Armut beseitigt,

  • Ungleichheit und Ungerechtigkeit bekämpft und
  • der Klimawandel verhindert werden.

Dazu braucht es alle Menschen, vor allem aber die Kinder und jungen Menschen sollen auf eine Art für die Zukunft lernen, die eine gute Zukunft für ALLE erhoffen lässt.

Die Nachhaltigkeitskoordinationsstelle im Land Steiermark unterstützt „nachhaltige Entwicklungsthemen“ bereits seit vielen Jahren und stellt auch zur Agenda 2030 und den nachhaltigen Entwicklungszielen viele Informationen und die Links zu den bereits aktiven regionalen, nationalen und globalen Netzwerken zur Verfügung. Unter anderem finden sich auch die Verweise zu passenden Unterrichtsmaterialien für alle Altersstufen und der Link zur größten Unterrichtsstunde der Welt

Die größte Unterrichtsstunde der Welt

The World“s Largest Lessondie größte Unterrichtsstunde der Welt – ist ein Teil des Projektes Everyone.

The worlds largest lesson - die größte Unterrichtsstunde der Welt
The worlds largest lesson – die größte Unterrichtsstunde der Welt

Sie soll helfen, die Globalen Ziele mit allen 7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten zu teilen. Der Startschuss für diese weltgrößte Unterrichtsstunde war am 18. September 2017. Auf der Webseite der größten Unterrichtsstunde findet sich viel Material, um Kindern und Jugendlichen in aller Welt die Globalen Ziele für Nachhaltige Entwicklung vorzustellen und Gemeinschaftsbewusstsein durch gemeinschaftliches Handeln zu fördern. http://worldslargestlesson.globalgoals.org/de/

Die weltgrößte Unterrichtsstunde auf der Seite Nachhaltigkeit Steiermark: http://www.nachhaltigkeit.steiermark.at/cms/ziel/133709976/DE/

Ein PDF-Wegweiser für junge Leute für die nachhaltigen Entwicklungsziele kann hier, unter anderem, ebenfalls heruntergeladen werden.

Wissen für Alle – kreativ und auf allen möglichen Wegen

Project everyone - Bilder zu den nachhaltigen Entwicklungszielen
Project everyone – Bilder zu den nachhaltigen Entwicklungszielen

Im Projekt Everyone stellen  KommunikationsexpertInnen, FilmemacherInnen und KampagnenmanagerInnen und wer immer möchte, Fähigkeiten und Ressourcen ehrenamtlich zur Verfügung um die nachhaltigen Entwicklungsziele tatsächlich auf der ganzen Welt bekannt zu machen. Man will die Kraft der großen Kommunikationswege in den Dienst der Entwicklungsziele stellen um sicherzugehen, dass wirklich jeder Mensch auf der Erde erreicht wird und zur Erreichung der Ziele beitragen kann. Die aktuellen Kampagnen, Videos und mehr sind auf  www.globalgoals.org zu finden und dürfen gerne geteilt werden.

Wir verabschieden uns für heute mit der Kinowerbung, die genau am 25. September 2015, zum Startschuss der nachhaltigen Entwicklungsziele in mehr als 30 Ländern weltweit ausgestrahlt wurde – und mit einem kleinen Lächeln 😉)

https://www.youtube.com/watch?v=Ob-K-dECobE

Auf der Webseite der UN-Foundation heißt es:

We can be the first generation to end extreme poverty, the most determined generation in history to end injustice and inequality, and the last generation to be threatened by climate change.

An uns soll es nicht liegen. Wir sind dabei und freuen uns über alle, die dazu kommen……

Gemeinsam können wir die Welt verändern

Eine Tasche voller Ziele

Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, in Symbolen dargestellt.
Die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.

Mit dem Titel dieses Beitrags im Gepäck folgten wir der Einladung des Umwelt- und Sozialausschusses Lieboch unser Projekt „SDG 17- Mach mit! Schau, Das Geht!“ bei ihrer Ausschusssitzung vorzustellen. In unserem Projektkoffer, um genau zu sein war es eine der tollen Liebochtaschen , haben wir zu den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung, ein weiteres Ziel für die Sitzung – die Unterstützung des Umwelt- und Sozialausschusses, Schokolade und unser Herzblut für dieses Thema, eingepackt.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde, tauchten alle mit uns in das Projekt und die 17 Ziele ein.

Mit der früh gestellten Frage, was der Umwelt- und Sozialausschuss der Gemeinde Lieboch tun kann, um diese

Gemeindewappen der Marktgemeinde Lieboch
Gemeindewappen der Marktgemeinde Lieboch

Ziele zu erreichen, konnten wir die Theorie des Projektes, die großen Ziele der vereinten Nationen, in Tätigkeiten aufschlüsseln, die ohne große finanzielle Mitteln, jedoch mit Engagement für die Entwicklung einer zukunftsfähigen, lebenswerten Welt und Gemeinschaft, umgesetzt werden können.

Ein Umwelt- und Sozialausschuss kann beispielsweise die Gemeindemitglieder informieren und motivieren.

  • Wie gehe ich verantwortungsvoll mit Ressourcen wie Wasser, Boden oder Energie um.
  • Wie kann ich Energie sparen und welche Möglichkeiten des Einsatzes erneuerbarer Energien gibt es. Gibt es Betriebe in Lieboch die sich mit erneuerbaren Energien beschäftigen und die Gemeindemitglieder bei Entscheidungen begleiten und beraten können.
  • Verantwortungsvolles Konsumverhalten erklären, vorleben und lokale Unternehmer und Produzenten unterstützen.

Vorleben

Bis wir der Sprache mächtig sind, lernen wir ausschließlich von Gesehenem und Vorgelebtem. Kinder lernen von ihren Eltern, später von Freunden, Lehrenden und vor allem durch Erfahrungen.

Gemeinde bedeutet per Definition: ein gesellschaftliches Gebilde, eine Gemeinschaft mit höherem Organisationsgrad.

Auf das Vorleben und Mitarbeiten der gesamten höheren Organisation – auch der Eltern, Erziehern, Lehrpersonal, zählen wir! Denn Lieboch ist bereits Klimabündnisgemeinde, Faire Gemeinde und Gesunde Gemeinde.

Plus für die Mitarbeit

Wir sind von der Mitarbeit, dem Mit- und Weiterdenteken der Gemeinderätinnen und Gemeinderäte des Uwelt- und Sozialausschusses mehr als begeistert.

Wir stimmen ihnen zu, dass die Gemeinde Lieboch schon einiges für die Erreichung der von den vereinten Nationen beschlossenen 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung unternimmt. Noch mehr freuen wir uns, dass uns der Ausschuss gerne dabei unterstützen möchte, die 17 Ziele in Lieboch bekannt zu machen und sich für diese einzusetzen. Ein erster Schritt ist die Empfehlung dem gesamten Gemeinderat das Projekt und die erarbeiteten Vorschläge für eine Unterstützung vorzutragen.

Bestärkung mit nachhaltiger Belohnung

Durch das positive Feedback aus vielen unterschiedlichen Positionen und Perspektiven bestärkt, freuen wir uns auf die weitere zusammenarbeit mit der Gemeinde Lieboch.

Als kleines, nachhaltiges Dankeschön und „Lust-auf-mehr-Zuckerl“, haben wir „Die Gute Schokolade“ verteilt, mit der wir gemeinsam Bäume pflanzen werden!

Unter diesem Link findet ihr mehr Informationen zur Schokolade, warum sie Klimaneutral ist und vieles mehr

Die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte des Umwelt- und Sozialausschusses gemeinsam mit Monika Hirschmugl-Fuchs von miraconsult und der Guten Schokolade in ihren Händen.
Gemeinsam können wir die Welt verändern. Gemeinsam fangen wir in Lieboch und bei uns an. Die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte des Umwelt- und Sozialausschusses mit Monika Hirschmugl-Fuchs und der „Guten Schokolade“

 

Die Kraft der Sonne für die Mobilität der Zukunft

Am 20. September zeigten wir im Technischen Eisenbahn Museum Lieboch, dem TEML, den Film „Solartaxi – um die Welt mit der Kraft der Sonne“ und luden zum Diskurs über die Mobilität der Zukunft.

Einfluss der Mobilität auf das Klima

Mobilität der Zukunft ist ein wichtiges Thema.  Der WWF berichtet aus dem UN-Weltklimabericht 2007, dass der Verkehr zu 14% der globalen Treibhausgasemissionen beiträgt. Für Österreich wird der Klimaschutzbericht 2012 des Umweltbundesamtes zitiert: 27% der österreichischen Treibhausgasemissionen sind auf den Verkehr zurückzuführen und im Gegensatz zu den anderen Sektoren, haben diese seit 1990 um 54% zugenommen.

Solartaxi – eine Energie, eine Botschaft

Ein Mann reist mit seinem selbstkonstruierten Solartaxi um die Welt. Welche Botschaft steckt in diesem Film? EINER allein kann mit EINER Antriebskraft allein eine Botschaft um die Welt tragen und verbreiten?

Einladung zum Filmabend in der Mobilitätswoche: SOLARTAXI - um die Welt mit der Kraft der Sonne
Einladung zum Filmabend in der Mobilitätswoche: SOLARTAXI – um die Welt mit der Kraft der Sonne

Ich war gespannt, ob diese Botschaft wohl vermittelt werden würde  – und wurde überrascht. Die Botschaft, dass die durch die Sonne direkt zur Verfügung gestellte Energie enorm ist, kam eindrucksvoll an.

Viel eindrucksvoller waren jedoch die Erkenntnisse, die im Laufe des Films gewonnen werden konnten.

Allein am Anfang – gemeinsam am Ziel

Luis Palmer hatte die Idee ein solarbetriebenes Auto zu bauen und die Botschaft von der Kraft der Sonne als Antriebsmittel für Fahrzeuge um die Welt zu tragen. Doch der ehemalige Lehrer baute es nicht alleine, er gab es auch nicht in Auftrag, sondern motivierte Menschen an der Uni und in Handwerksbetrieben, mit ihm zu denken zu planen und zu bauen. So entstand nicht nur sein „Traumauto“, sondern er und seine MitstreiterInnen können die Erfahrung in die Zukunft mitnehmen, dass einzelne Menschen viel erreichen können, wenn sie gemeinsam mit anderen an einer Sache arbeiten.

Luis Palmer absolvierte auch die Reise nicht allein, sondern mit Co-Pilot und Team. Sein Auto, das Solartaxi, lud, dem Namen entsprechend,  zum Mitfahren, Mitdiskutieren, Mitdenken und Miterlebenein ein .

Eines erklärte Luis Palmer, vielleicht zur Überraschung einiger Zuschauer, noch vor dem Start seiner großen Reise. Mit der Kraft der Sonne alleine ist er nicht gefahren. Er benötigte schon eine zweite Energiequelle. Das, so meint er, liegt aber nicht an der mangelnden Kraft der Sonne, sondern daran, dass wir diese Kraft noch nicht in einem Format speichern und umwandeln können, wie dies für die Reise in einem PKW, zu diesem Zeitpunkt und für diese Strecke, notwendig gewesen wäre

Kraft der Sonne – mehr als eine Alternative

Filmabend Solartaxi im TEML
Filmabend Solartaxi im TEML

Die Eindrücke aus dem Film und die sehr anschaulichen Gedanken von Dr. Michael Koncar zu den Themen Energie aus erneuerbaren Quellen und nicht zuletzt auch aus Abfallprodukten, wie z.B. Altspeiseöl, Fetten und Schmiermittel, führten zu einem regen und sehr wissensreichen Diskurs zwischen allen Gästen. Viele Für und Wider der einzelnen, erneuerbaren Energieträger wurden ausgetauscht, unter anderem auch die Frage des Flächenverbrauchs von nachwachsenden Rohstoffen zu Lasten der Lebensmittelproduktion und das andauernde Problem der Speichermöglichkeiten von Energie.

Im Zuge der Diskussion um Sonnenenergie, erneuerbare und nicht erneuerbare Energie, Energie aus Abfallprodukten oder den Entwicklungsstand von Energieträgern wie Wasserstoff, sagte Herr Koncar einen ganz selbstverständlichen Satz: „Eigentlich sind doch alle Energieressourcen über die wir diskutieren aus der Sonne entstanden…“. Zumindest bei mir löste sich damit ein Knoten in der abgespeicherten Informations- und Meinungsfülle und erleichterte das Weiterdenken.

  • Wenn wir darüber nachdenken „Was“ uns in Zukunft fortbewegen wird, geht es nicht darum eine (neue) Masterressource zu definieren, sondern es geht darum, ausgehend von der ursprünglichen Energiequelle „Sonne“ diese selbst und die durch Sonne bereit gestellten Energiequellen je nach den lokalen/regionalen Gegebenheiten, den Gewinnungskosten und-risiken und den Umweltauswirkungen in der Verwendung, einzusetzen. Noch fehlende Möglichkeiten frei verfügbaren Energieressourcen  zu speichern, um sie bedarfsgemäß nutzen zu können, müssen gefunden werden.

Mobilität der Zukunft – vielfältig und gemeinsam

Zu Fuß oder motorisiert -Was ist die Mobilität der Zukunft?
Fuß- und Reifenspur

 

Schließlich waren sich alle einig, dass, wenn wir den negativen Einfluss des Verkehrs auf unser Klima minimieren wollen, der Umstieg auf solarbetriebene oder umweltfreundlich angetriebene Autos nicht ausreicht. Wir müssen unser Mobilitätsverhalten generell ändern.

Schritte in eine neue Richtung:

  • Reduktion des motorisierten Individualverkehrs durch Verkürzung der Wege, z.B. durch vermehrte Nutzung vorhandener Angebote, wodurch auch neue Angebote entstehen können. Einkaufs-, Dienstleistungs-, Arbeits- und Freizeitwege werden kürzer und können in den meisten Fällen zu Fuß oder mit dem Fahrrad erfolgen.
  • Insbesondere für weitere Wege ist die Kombination der Verkehrsmittel empfehlenswert. Für uns in Lieboch heißt das zum Beispiel, zu Fuß oder mit dem Fahrrad zum Bahnhof und weiter mit der Bahn. Die GKB ermöglicht auch die Fahrradmitnahme, damit der Weg ab Ankunftsbahnhof wieder mit dem Fahrrad fortgesetzt werden kann. Andere Möglichkeiten sind der Umstieg auf ein weiterführendes öffentliches Verkehrsmittel, ein Leihfahrrad oder ein Carsharing-Auto.
  • Ressourcenteilung, die Bereitschaft etwas gemeinsam zu nutzen, ist ein wesentlicher Beitrag für nachhaltige Entwicklung. Im Bereich Mobilität ist, neben dem privaten Autoteilen in- und außerhalb der Familie, vor allem das altbewährte Modell des „Mitfahrens“ entweder individuell organisiert oder über Mitfahrbörsen, wieder im Aufwind.

Als Favorit für die überregionale Mobilität wurde eindeutig die Bahn genannt, nicht nur weil wir bei den Eisenbahnfreunden zu Gast waren 😉. Allerdings mit etwas Wehmut und einem klaren Wunsch an die verantwortlichen Entscheidungsträger. Die meisten TeilnehmerInnen konnten sich noch erinnern, dass Kosten und Dauer einer überregionalen Reise mit Auto oder Bahn ungefähr gleich hoch waren. Heute sind die Kosten für eine Autofahrt, sogar wenn nur eine Person im Auto sitzt, meist geringer als die Kosten eines Zugtickets. Dazu kommt, dass die Reisedauer in viele Regionen (z.B. Westösterreich) mit der Bahn viel länger ist. Ein Umstieg, z.B. für berufliche Fahrten, erfordert eine Verbesserung der Effizienz und Preisstruktur! Damit in Verbindung steht, zumindest im europäischen Reiseverkehr, auch der mögliche Umstieg vom Flugzeug auf die Bahn. Da ja bereits solarbetriebene Flugzeuge im (Test-)betrieb sind, welche Argumente kann die Bahn im Fernverkehr dem Fliegen entgegensetzen?

Schlüssel zu den SDG – was in Kopf und Herz geblieben ist

Der Diskurs, das hin- und her gehende Gespräch zum Thema Mobilität wurde auch beim kleinen, regionalen Buffet noch intensiv fortgeführt.

Unabhängig vom Thema Mobilität haben sich einige „Kernempfehlungen“ bei uns eingeprägt. Diese sind möglicherweise wesentliche Schlüssel zur Umsetzung der nachhaltigen Ziele.

  • Suchen wir nach lokal/regional bestmöglichen Lösungskombinationen und nicht nach DER (vermutlich kaum erreichbaren) idealen, globalen Lösung.
  • Nutzen wir die lokal/regional frei verfügbaren natürlichen Ressourcen und recyclen wir unseren „Abfall“ zu neuen Wertstoffen zuerst.
  • Seien wir bereit zu teilen! Gemeinsam nutzen bringt Nutzen für viele und die Menschen einander näher.

Relevante SDG – welche Ziele zum Thema wir möglicherweise bewegt haben

9. Ziel für eine nachhaltige Entwicklung: Innovation und Infrastruktur verbessern
9. Ziel: Innovation und Infrastruktur verbessern

Innovative Ideen für die Gestaltung von Antriebssystemen und neue, kombinierte Lösungen für Verkehrswege unterstützen nicht nur Ziel 9 (Innovation und Infrastruktur) der SDG 17, sondern fördern auch die Ziele 11 (nachhaltige Städte und Gemeinden),

11. Ziel für nachhaltige Entwicklung: Städte und Gemeinden nach nachhaltigen Konzepten, in Anbetracht der regionalen Möglichkeiten, entwicklen.
11. Ziel: nachhaltige Städte und Gemeinden

13 (Maßnahmen zum Umweltschutz) und 15 (Leben an Land).

Dieser Abend hat auch uns bewegt und viel gelehrt und wir hoffen, dass auch unsere Gäste viele Gedanken und

13. Ziel: Maßnahmen zum Klimaschutz
13. Ziel: Maßnahmen zum Klimaschutz

Anregungen mitnehmen konnten und weitergeben werden.

Danke an alle TeilnehmerInnen für ihr Dabeisein, ihre Ideen und Gedanken.

Weitere Informationen zu den nachhaltigen

15. Ziel: Leben an Land
15. Ziel: Leben an Land

Entwicklungszielen finden Sie auf unserer Projekt-Webseite und auf unserer Facebook- Projektseite.

 

SDG17 – Schau das geht! Komm, mach mit

Wir freuen uns, wenn Sie alle, die Gäste des Abends und die LeserInnen dieses Rückblicks Ihre konkreten Ideen oder Visionen mit uns teilen – persönlich, per E-Mail oder auf unserer Webseite, bzw. auf Facebook.

SDG PatIn werden

Wenn Ihnen ein SDG besonders am Herzen liegt, werden Sie Themenpate /Themenpatin für ein nachhaltiges Entwicklungsziel. Sie müssen dazu nicht ExpertIn oder WeltmeisterIn sein. Es reicht, wenn Sie zeigen wollen, dass Ihnen ein Thema besonders wichtig ist und wie Sie sich in Ihrem ganz persönlichen Umfeld dafür einsetzen. Gerne können Sie auch mehrere oder alle Ziele wählen.

Linkliste – zum Weiterlesen und -lernen

Für weitergehende Informationen haben wir eine kleine Linkliste zusammengestellt. Wir wünschen viel Spaß beim Stöbern und Nachlesen.

TEML – Technisches Eisenbahn Museum Lieboch

Unsere Gastgeber des Abends waren die Steirischen Eisenbahnfreunde. Sie haben uns das TEML (Technisches Eisenbahnmuseum Lieboch) zur Verfügung gestellt. Dafür bedanken wir uns sehr herzlich. Obmannstellvertreter Herr Johann Gressenberger durften wir bei uns begrüßen. Hier geht es zu den Eisenbahnfreunden und dem TEML: http://www.stef.at/index.php/museum/lieboch

Diskurs – das hin- und hergehende Gespräch zu einem gesellschaftlichen Thema

Wir haben bewusst zum Diskurs und nicht zur Diskussion eingeladen. Die beste Erklärung für die Unterscheidung haben wir bei dem gebürtigen Liebocher, Mediator, Coach und Trainer Bernhard Possert, in dem Beitrag „4D – Kommunikation in 4 Dimensionen“ auf Seite 4 gefunden. http://www.possert.at/data/4-d/4-D_debatte_diskussion_diskurs_dialog.pdf

Beitrag des Verkehrs zum Klimawandel

Das Factsheet des WWF zum Einfluss des Verkehrs auf den Klimawandel finden Sie hier: https://www.wwf.at/de/view/files/download/showDownload/?tool=12&feld=download&sprach_connect=1827

Solartaxi – der Film

Mehr zum Filmprojekt „Solartaxi – mit der Kraft der Sonne um die Welt“ erfahren Sie auf Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Solartaxi. Technische und organisatorische Details zum Projekt und zur Reise mit dem Solartaxi um die Welt erfahren Sie im Projektblog, http://www.solartaxi.com/blog/ .

Gerne können Sie den Filmbei uns im Büro, für die private Nutzung, entlehnen.

E-Mobilität – lokal und global produziert

Nach- und Bedenkenswertes zu alternativen Mobilitätsformen

Mobilitätsförderungen der Marktgemeinde Lieboch